Kennen Sie das Konzept „Rent a Rentner“? In Deutschland erkennen viele Menschen, wie schade es ist, dass unsere Gesellschaft nicht mehr in mehreren Generationen lebt, wie schön und sinnhaft es ist, wenn vom Krabbelkind bis zum Opa alle gemeinsam das Leben meistern – und jeder seine Erfahrungen und Gaben einbringen kann. Unser kleiner Neuzugang Ian ist noch nicht uralt, aber mit 10 Jahren (Stand 02/2022) auch alles andere als ein junger Hund. Und weil Ian Menschen ganz toll findet, wäre auch er gern noch ein Opi in einer Familie, in der er seine Liebe, seine Dankbarkeit und seine lange Lebenserfahrung noch teilen darf.
Der für sein Alter topfitte und hübsche Yorkshire Terrier wurde in einem Brunnen gefunden, gemeinsam mit einem anderen Vierbeiner. Abgemagert und entkräftet, wie die beiden waren, verbrachten sie wohl einige Tage im Matsch um ihr Leben kämpfend. Wie die zwei kleinen Hunde in diesen Alptraum geraten sind – nun, wie so oft möchte man es vielleicht gar nicht wissen …
Ian ist ein ausgeglichener und äußerst lieber Großvater, der sicher auch prima zu einem anderen älteren Hund ziehen könnte – Seniorenwohngemeinschaften sind ja allerorts im Kommen.
Noch vor wenigen Jahren, als ich begann, Texte für den Tierschutz zu schreiben und die ersten Hundeopis und -omis über meinen Bildschirm flackerten, war ich der traurigen Überzeugung, dass Senioren wie Ian wohl kaum eine Chance haben, noch einen schönen Lebensabend in einer liebevollen Familie genießen zu dürfen, doch dann sah ich im Laufe der Zeit ganz viele unserer ergrauten Schützlinge die Tierheime verlassen und zu unfassbar netten Menschen ziehen. Auch Ian wird dieses Glück haben, daran glaube ich ganz fest, und auch er wird noch eine herrliche Zeit haben, mit spannenden Spaziergängen, regelmäßigen Mahlzeiten, ganz vielen Massagen und Kuschelabenden auf der Couch – so wie es der liebenswerte Rüde sich erträumt, und so wie er es auf seine alten Tage auch verdient hat!