Ache feiert im März 2026 seinen ersten Geburtstag. Sein Leben bisher hätte mit Lernen, Schmusen, Spielen, Wachsen und Spaß gefüllt sein sollen, stattdessen kannte unser gestromter Galgobub nur Schläge, den Kampf ums Überleben in einem dunklen Verschlag mit anderen hungrigen und aggressiveren Hunden, und die Angst, wenn sein Halter sich ihm näherte.
Als Ache von seinem Galguero abgegeben wurde, war er übersät von Bisswunden. Ein junger, unsicherer Rüde hat in einem Rudel ausgehungerter und unterbeschäftigter Hetzhunde keine Chance. Aber er zeigte auch klare Spuren von Misshandlungen seitens seines Besitzers. Wäre Ache kein Galgo, hätten unsere Freunde den Menschen verklagen können, der dem jungen Hund seinen Start ins Leben so schwer gemacht hat, aber trotz des neuen Tierschutzgesetzes in Spanien gibt es keine Gerechtigkeit für Hunde wie Ache, denn jagdlich genutzte Laufhunde sind von den neuen Regelungen ausgenommen – sie dürfen weiter misshandelt, gequält und auch auf grausamste Weise getötet werden.
Ache ist nun in Sicherheit bei unseren Partnern vom Refugio Kimba. Anfänglich lag der gestromte Teenager nur mit eingeklemmter Rute in seinem Zwinger. Er hatte Angst vor den Freiwilligen, vor den fremden Hunden, die ausgelassen im Freilauf spielten, er hatte Angst vor freiem Himmel … Nach 10 Tagen begann er, Kontakt mit seinen Artgenossen aufzunehmen, er hatte verstanden, dass es keinen Kampf um jeden Krümel Futter gab, sondern dass jeder seine Portion bekommt. Zur gleichen Zeit war Ache auch bereit zu entdecken, dass menschliche Hände nicht nur für Schmerzen stehen. Er hat zitternd zugelassen, dass geduldige Hände ihn streicheln – und inzwischen stupst seine forschende Nase diese Hände an, wenn sie nicht schnell genug seine lustigen Ohren kraulen.
Wer Ache heute kennenlernt, sieht einen fröhlichen und weltoffenen Junghund, der mit seinen Freunden spielt, der Kekse liebt und neugierig auf Menschen zugeht. Und Ache ist genau das, aber man muss seine Vergangenheit kennen, um seine Zukunft zu sichern. Hunde, die so überaus schlechte Erfahrungen machen mussten wie unsere sanfte und pfeilschnelle Schmusebacke, brauchen viel Halt. Seine künftigen Halter sollten erfahrene Hundemenschen sein, die Ache die Geborgenheit geben können, die er nach wie vor fordert. Er ist kein Hund, der „alles schon selbst regelt“, er will beschützt und geführt werden. In seinem neuen Zuhause können gern andere Hunde leben, an denen er sich orientieren kann, man sollte aber darauf achten, dass Ache nicht unterdrückt wird. Obwohl Ache keinerlei Probleme mit Kindern hat, wäre ein Zuhause mit kleinen Kindern für ihn eher nicht das Richtige. Er braucht Beständigkeit, muss seine Menschen „berechnen“ und einschätzen können, je mehr Routine um ihn herum herrscht, desto leichter fällt es Ache, sich ganz fallen zu lassen und die geniale Sportskanone, die liebevolle Wärmflasche und die begabte Kekssuchmaschine zu sein, die er schon immer hätte sein wollen und sollen!
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