Bei unseren Freunden von Dolmen Animal ist gerade ein Cuteness Overload auf 24 Pfötchen unterwegs. Aber so schön und niedlich das ist, der eigentliche Grund, warum unsere Partner derzeit trotz der bald endenden Jagdsaison, trotz voller Zwinger und der Tatsache, dass Jagdhunde immer noch außerhalb des neuen spanischen Tierschutzgesetzes stehen, ein anhaltendes Lächeln im Gesicht haben, ist, dass das lustige Sextett mitsamt der zugehörigen Mama in ihrer Obhut ist.
Isabelita war viele Monate das Sorgenkind der Tierschützer. Die äußerst clevere Hündin wurde lange Zeit von Anwohnern in einem kleinen Dorf versorgt. Immer wieder war sie trächtig, immer wieder verstarben ihre Welpen oder wurden gestohlen, nie gelang es einem Menschen, die vorsichtige und flinke Mischlingsdame zu sichern. Einzig Nube, eine ihrer Töchter, konnte bei einem früheren Wurf gerettet werden.
Isabelita trotzte Lebendfallen, ließ Futter stehen, sie wusste immer genau, wenn jemand versuchte sie zu fangen. Im Dezember 25 kam der Anruf der Dorfbewohner, dass Isabelita wieder hochtragend ist, und am 12.12. kamen 6 neue Erdenbewohner zur Welt. Was niemand zu hoffen wagte, gelang diesmal. Während Isabelita auf Futtersuche war, brachten die Tierschützer die Welpen an einen warmen, trockenen und vor allem abschließbaren Ort. Isabelita kam tatsächlich zu ihren Babys und die ganze Familie konnte gesichert werden.
VID – very important dogs – dürfen direkt zur Leitungsebene ziehen, deswegen sind Isabelita und ihre Babys jetzt bei der Chefin des Tierheims zur Pflege. Sie wachsen in Geborgenheit auf, lernen Menschen kennen, dürfen hin und wieder Freiwillige zu Hause besuchen, damit Isabelita mal ein bisschen Ruhe hat, bekommen bestes Futter und werden von ihrer fantastischen Mama zu wackeren Welteroberern erzogen.
Isabelita ist schon eine witzige Mischung, die wirklich die gesamte Palette denkbarer Hunderassen abdeckt. Podenco, Bodeguero, Mastin Espanol, Pointer, vielleicht ein Vorsteher oder doch ein Bretone – in ihrem Genpool treffen sich Jagdhunde, Herdenschutzhunde, Laufwunder, Terrier … und ihre derzeitige Kinderschar zeigt auch alle Schattierungen.
Wir haben hier also sechs Überraschungseier in allen Farben, Formen, mit langer und kurzer Rute (bei manchen Jagdhundrassen und beim Mastin sind kurze Ruten oft angeboren), noch sehr unentschlossenen Ohren und mit der vagen Prophetie, dass sie einmal „mittelgroß“ werden (also größer als ein Dackel, kleiner als ein Bernhardiner – wobei die Wahrscheinlichkeit irgendwo bei 20-30kg Endgewicht liegt). Derzeit sind unsere 6 Sandkastenrocker 30cm hoch und sie wiegen 5 kg (Stand Anfang Februar 2026).
Bei ORION ist Mama Isabelita wohl die Farbe ausgegangen. Obwohl man die gleichen Applikationen wie bei seinen Geschwistern erahnen kann, ist Orion bekennend blond. Der gelassene und überaus freundliche Kuschelbär ist der Zenmeister der fröhlichen Truppe. Er spielt und forscht wie seine Schwestern und Brüder, aber man sieht ihm an, dass er der Regeneration, dem Auffüllen von Kohlehydraten und dem verdienten Morgen-, Mittag- und Nachtschlaf doch eine andere Gewichtung gibt als die agilen Mädels. Ob Orion nur Kraft sammelt, um dann in der Pubertät das Haus so richtig zu rocken, oder ob er seinen Herdenschutz-Vorfahren alle Ehre macht und ein gechillter, aber aufmerksamer Schutzengel der Nachbarschaft wird, können wir nicht sagen, aber Orion hat auf jeden Fall alle Anlagen, ein toller Begleiter und bester Freund für jede Familie zu werden, die ihn einfach so annimmt, wie er ist.
Orion sucht geduldige, liebevolle Menschen, die viel von Keksen in Hosentaschen halten und sie auch großzügig aus diesen verteilen. Er kennt Autofahrten, Katzen und Kinder, er ist bereit, als Personal (Entspannungs-)Trainer zu arbeiten und sein Kuschelfell als Handschmeichler zu Verfügung zu stellen.