Mila wurde Anfang Mai 2018 unter einem Auto entdeckt. Dehydriert und vor Angst wie gelähmt lag die zitternde Hündin auf dem Parkplatz. Es war schon fast Glück, dass das hübsche Bretonenmädchen so verängstigt war, dass sie sich nicht bewegte, auch als die Tierschützer sie mit sanfter Gewalt unter ihrem Schutz hervorzogen. Mila saß also bald in einem Auto mit fremden Menschen und es ist erstaunlich, wie schnell die vierjährige (Stand 05/2018) Hundedame verstanden hat, dass diese Zweibeiner es nur gut mit ihr meinten. Schon in der Tierklinik, wo Mila auf Verletzungen und Krankheiten untersucht wurde, war das Schlappohr entspannt und den Ärzten und Helfern freundlich gesonnen.
Da Mila keinen Befund hatte, außer dass ihr Liebe, Futter und Pflege fehlen, durfte sie schon nach wenigen Stunden die Tierklinik wieder verlassen. Ihre Retter wollten aber nicht, dass die sensible Hündin Erfahrung mit dem Tierheim machen muss, also nahmen sie Mila mit nach Hause und schnenken ihr nun ein vorübergehendes Zuhause, bis das zärtliche Fotomodell ihre Reise ins große Glück antreten darf.Viel schneller als erwartet, wurde aus dem entkräfteten Mädchen ein Hund wie aus dem Bilderbuch, Fell und Augen glänzen um die Wette und Mila erkundet mit unfassbarer Freude ihre neue Umgebung. Mila liebt es zu kuscheln und ihre Dankbarkeit durch ausgiebigen Körperkontakt zu zeigen, doch auch das Spielen hat sie für sich entdeckt und man merkt ihr jeden Tag mehr die wachsende Lebensfreude an. Mila hat einen typischen Bretonen-Charakter, sensibel und weich, sie ist aber keineswegs eine Mimose. Lernfreudig und mit der klassisch neugierigen und weltoffenen Haltung der kleinsten Vertreter der Vorstehhunde ausgestattet, nimmt sie inzwischen eine Welt in Beschlag, die das liebenswerte Wesen wohl so vorher nie kennenlernen durfte. Zum perfekten Glück fehlt ihr nun nur noch eine geduldige, verschmuste und durchaus auch etwas sportliche Familie, die ihr zeigen möchte, wie schön das Dasein als geliebtes Haustier doch sein kann.