Lucero – das bedeutet Venus. Aber während wir im Deutschen von der Venus vor allem im Zusammenhang mit Schönheit sprechen, ist der spanische Wortstamm „Luz“ – das Licht. Das Romantischste, was man sich in Spanien ins Ohr flüstern kann, wenn man sehr verliebt ist, ist: „Lucero de mis noches“ – das helle Licht in der Nacht. Das Licht unseres kleinen Luceros hatte es sehr schwer zu scheinen und die Dunkelheit zu vertreiben, denn der hübsche Mischling mit den großen dunklen Augen in der hellen Gesichtsmaske stammt auch aus der Hölle der Perrera. Über seine Geschichte ist entsprechend nichts bekannt, so sehr sich die Tierschützer manchmal auch wünschen würden, man könne in die Vergangenheit der neuen Schützlinge schauen. Während man sich oft fragt, warum manche Hunde so verstört und ängstlich sind, gibt es aber auch die Gegenextreme, bei denen man aus dem Staunen nicht herauskommt, weil sie trotz schrecklicher Erfahrungen liebevoll, kontaktfreudig und freundlich sind. Lucero gehört ohne Zweifel zu dieser Kategorie. Obwohl man seinem Blick ansieht, dass er schon mehr gesehen, gehört und erlebt hat als ihm (und uns) lieb ist, strahlt das kleine Karamellbonbon eine tiefe Ruhe aus, edel und ausgeglichen tritt der Anfang nächsten Jahres drei Lenze zählende Rüde in Interaktion mit seiner Umwelt. Ist die Situation für Lucero dann geprüft, fühlt er sich sicher und geborgen, kann die kleine Fellnase auch mal richtig loslassen und aufdrehen, wobei seine Spielfreude und enorme Lebenslust extrem ansteckend wirken.Lucero möchte gerne bald das helle Licht einer netten Familie werden, der Stern in der Nacht und der Alleinunterhalter am Tag – naja, und das neue Sofakissen mitten auf der Couch, das wäre richtig cool…