Als Lotta gefunden wurde, standen die Chancen der hübschen und zarten Bretonen-Mix-Dame, das Jahr 2015 noch zu erleben, wahrlich nicht berauschend gut. Die sensible Hündin lag neben der Straße, konnte sich nicht rühren, war komplett abgemagert und ausgetrocknet. Unsere Partner in Sevilla, die das dankbare Mädchen in die Hände der kompetenten Tierärzte brachten, die mit der Arca zusammenarbeiten, vermuten, dass Lotta wohl in einen Autounfall verwickelt war und hinterher einfach die Kraft nicht mehr hatte, ihren eh schon malträtierten Körper wieder auf die Beine zu bringen. Doch glücklicherweise fanden die Tiermediziner keine ernsthaften Verletzungen, sondern nur Spuren eines furchtbaren Lebens auf der Straße, und so kam Lotta ins Tierheim und wurde dort nach Strich und Faden gepäppelt und gepflegt.
Viel schneller als erwartet, erholte sich das tapfere Mädchen und ist inzwischen vollständig genesen. Lotta liebt es zu kuscheln und ihre Dankbarkeit durch ausgiebigen Körperkontakt zu zeigen, doch auch das Spielen hat sie für sich entdeckt und man merkt ihr jeden Tag mehr die wachsende Lebensfreude an.
Lotta hat einen typischen Bretonen-Charakter, sensibel und weich, ist sie aber keineswegs eine Mimose. Lernfreudig und mit der klassisch neugierigen und weltoffenen Haltung der kleinsten Vertreter der Vorstehhunde, nimmt sie inzwischen eine Welt in Beschlag, die das liebenswerte Wesen wohl so vorher nie kennenlernen durfte. Zum perfekten Glück fehlt ihr nun nur noch eine geduldige, verschmuste und durchaus auch etwas sportliche Familie, die ihr zeigen möchte, wie schön das Dasein als geliebtes Haustier doch sein kann.