Es gab eine Zeit in Cocos Leben, da war er klein, eine süße Fellkugel mit den allerniedlichsten Kulleraugen und seine so lustig eingefärbten Ohren machten ihn zu einem der süßesten Welpen, den man sich nur vorstellen kann. Und weil Coco ja so goldig war, wurde er auch schnell von einer Familie adoptiert. Dann begann Coco zu wachsen und er fing an, sich Beschäftigung zu suchen, wenn er keine bekam. Er war nicht mehr nur niedlich, sondern auch anstrengend – und so flog er raus. Seine Besitzer haben ein Gelände, weitläufig, nicht in Hörweite von Nachbarn, die sich durch das Gebell eines verzweifelten Vierbeiners stören lassen könnten, und dort musst Coco fortan seine Tage fristen. Der Zaun um das Gebiet ist löchrig, und der aufgeweckte, damals noch so junge Rüde schlüpfte wohl des Öfteren durch Lücken und rannte auf die Straße. Doch man reparierte nicht etwa den Zaun, nein, man band den Hund an einen Baum – Problem gelöst. Jeder Tierfreund hat sicher schon beim Lesen eine unbezähmbare Wut im Bauch, die sich kaum beschreiben lässt, hört man dann noch dazu, dass Coco inzwischen vier Jahre alt ist, möchte man hingehen und jemandem wehtun… doch leider ist alles, was dem liebenswerten Boxermischling angetan wird, in Spanien nicht nur legal, sondern auch vollkommen normal.
Für unsere Freunde von der Arca Sevilla sieht das natürlich anders aus und so bemühte man sich, die Eigentümer des so fröhlichen Hundes davon zu überzeugen, dass Coco in ein neues Zuhause ziehen darf. Und diese stimmten nach langen Debatten zu. Wir wollen den verspielten und für jede Aufmerksamkeit so unfassbar dankbaren Rüden aus seiner Hölle holen, bevor es sich seine „Familie“ noch einmal anders überlegt und suchen deswegen dringend ein Heim für den niedlichen Clown.
Coco stellt keinerlei Ansprüche, er will nur endlich wieder irgendwo dazugehören und seine Lebenszeit nicht damit zubringen, allein an einen Baum gebunden zu liegen. Der witzige Springinsfeld möchte rennen und spielen, kuscheln und schmusen, neue Freunde finden und all das entdecken, was ihm bisher versagt war.
Welche netten Zweibeiner können sich für unser Schlappohr begeistern und ihm mit Geduld und Liebe zeigen, wie viele tolle Sachen diese Welt noch zu bieten hat?