Andrea, Manfred u. Amelie Otto schrieben am 29. August 2016

Liebe Frau Gebler,

nachdem Tess nun 6 Wochen bei uns lebt, möchte ich doch mal ein paar Zeilen zur aktuellen Situation schreiben:

Das Wichtigste zuerst – TESS geht es gut und sie hat sich schon ziemlich gut hier bei uns eingelebt!!

Tess kam sehr verängstigt in Deutschland an und zitterte bei der Übergabe wie Espenlaub. Zeitweise und in für sie ungewohnten Situationen ist sie auch immer  noch sehr ängstlich und scheu. Aber von Woche zu Woche wird es besser und sie bekommt immer mehr Sicherheit. Männern gegenüber ist Tess jedoch nicht gut gesonnen. Auch mein Mann hat es oftmals sehr schwer. Wenn die beiden alleine sind klappt es allerdings super – komischerweise. Aber mein Mann ist wirklich hart im nehmen und sehr geduldig.

Anfangs hat Tess noch relativ viel gebellt. Wenn Sie Personen begegnet ist, die für sie unbekannt waren oder auch einfach nur ein Geräusch, dass sie nicht zuordnen konnte – auch Nachts hat Tess wirklich viel gebellt. Mittlerweile hat sich das Bellen deutlich reduziert. Seitdem wir Tess ein „Schlummerlicht“ anlassen, bellt sie nachts gar nicht mehr. Sie hat auch schon ein paar neue Freunde hier gefunden, mit denen Sie im Garten, am See oder im Wald schon ordentlich herumtobt.

Per Zufall haben wir in einem Zoofachgeschäft eine Hundpsychologin kennen gelernt, die sich bald selbständig machen möchte und schon jetzt nebenbei einige Leistungen anbietet, die wir spontan angenommen haben.

So geht unsere Tochter Amelie jetzt Samstags morgens in die Hundeschule für Kinder. Da arbeitet dann ausschließlich das Kind mit dem Hund und der Trainerin zusammen, ohne Elternbeteiligung. Das ist total klasse, denn so hat unsere Tochter schon einiges an Selbstvertrauen im Umgang mit Tess gewonnen. Dort kann sie auch abwechselnd mit anderen Hunden üben, da die Kinder auch die Hunde untereinander mal austauschen.

Sonntags gibt es einen Rudelspaziergang, an dem wir so gut wir können, teilnehmen. Dort erhalten wir dann Gratis-Tipps  von der Hundepsychologin.

Donnerstags war Tess jetzt schon 2 x im Hundekindergarten. Bis vor 2 Wochen wusste ich gar nicht, dass es sowas gibt, aber die Hundepsychologin ist mit einer solchen Leidenschaft dabei, dass sie an ihrem freien Tag, Junghunden die Gelegenheit gibt, ihre Sozialisierung auszubauen. Tess hat dort mächtig Spaß (Fotos u. Videos hierzu folgen via Whats app).

Schließlich haben wir die Trainerin auch schon ein paar mal persönlich in Anspruch genommen und sie ist zu uns nach Hause gekommen. Hier klären wir dann mit ihr Alltagssituationen nach Bedarf.Wir finden das ganze Konzept klasse und spricht uns mehr an als die klassische Hundeschule.

Und wir erleben auch schon die ersten Erfolge mit Tess. Sie geht schon relativ gut an der Leine (nicht immer aber immer öfter), zeitweise sogar ohne Ziehen. Im Haus weiß sie genau was sie darf und was sie nicht darf und lernt es auch vermehrt  brav anzuvwenden. z.B. Küchen-/Sofa-und Bettverbot. Mit dem Kater hat aber bisher noch keine Zusammenkunft stattfinden können. Im Moment sehe ich da auch noch gar keine Chance. Ich hoffe, dass sich das irgendwann gibt.

Unsere Tochter hat ein Buch (101 Hundetricks) aus dem sie schon Einiges mit Tess ausprobiert hat und seitdem die Ferien zu Ende sind, geht Tess während meiner Arbeitszeit zu meinen Eltern. D.h. sie war noch nicht alleine. Dort fühlt sie sich inzwischen auch sehr wohl und wird ordentlich „betütelt“. Wir wollen nächste Woche mal damit anfangen, sie für ein paar Minuten alleine zu lassen und beabsichtigen das stetig zu steigern. Bin gespannt wie das klappt. Bisher war Tess aber auch schon ein paar Minuten alleine im Erdgeschoss, während ich z.B. mal im Keller oder Obergeschoss ein paar Kleinigkeiten erledigt habe. Da war sie auch immer brav.  Wir haben jetzt extra Treppenschutzgitter angebracht, weil Tess einfach zu stürmisch die Treppen rauf – und runterläuft und das zu gefährlich für sie ist. Außerdem ist so der Kater besser geschützt.

Letzte Woche haben wir begonnen, Tess an die Schleppleine zu nehmen und das „Komm“-Kommando zu üben. Ohne Ablenkung hat das mit viel Lekkerlivergabe auch schon super geklappt. Da Tess einen ziemlich starken Jagdtrieb hat, bin ich schon gespannt, wann das erste Ableinen klappen kann. Vermutlich werden wir dies beim ersten Mal auch mit der Hundetrainerin machen. Sie hat soooo einen Spaß wenn sie Gas geben kann und ich würde es ihr wirklich zu gerne gönnen.  Aber im Moment trauen wir uns noch nicht richtig. Dafür hört sich noch nicht gut genug.

Gestern haben wir Tess zum 1. Mal mit zum Italiener genommen. Sie hat zwar keine Pizza bekommen, war aber trotzdem ganz lieb 🙂

So, das war mal ein „grober“ Überblick 😉 Wir erleben sehr viel mit Tess und es ist auch nicht immer ganz einfach.

Man kann es in etwa damit vergleichen, wie bei einem kleinen Kind. Aber es ist auch wunderschön und auch wenn mein Mann es nicht immer ganz leicht mit Tess hat (wg. ihrer Angst) muss man einfach sagen, dass Tess eine wunderbare Bereicherung für uns alle ist. Wir freuen uns schon auf unseren 1. gemeinsamen Urlaub im Sauerland in der ersten Herbstferienwoche. Da geht es auf den Ponyhof und wir werden dort sehr viel wandern. Das wird bestimmt toll mit ihr.

Abschließend möchten wir noch erwähnen, dass wir die Organisation der ARCA insgesamt und vor allem die Übergabe wirklich sehr proffessionell und sehr freundlich empfanden. Auch Ihnen Frau Gebler möchten wir von Herzen danken, für Ihren Einsatz !!!

Ganz lieben Grüße aus Frechen von

Andrea, Manfred u. Amelie Otto

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