Bebus noch so junges Leben ähnelte bisher einer Achterbahnfahrt. Ungewollt in diese Welt geboren, kämpfte der erst vier Monate alte (Stand 11/2016) Knopf ums Überleben, öffnete seine wundervollen großen Augen, stellte sich auf seine vier stämmigen Pfötchen – und landete zum Einschläfern in der Perrera. Zum Glück entdeckten die Tierschützer der Arca Sevilla den kleinen Soldaten in seinem kalten und dunklen Betonloch und befreiten ihn aus dieser Hölle. Kaum begann Bebu sich über seine Rettung zu freuen, stellten unsere Partner mit Entsetzen fest, dass der niedliche Überlebenskünstler die Tötung nicht ohne Folgen verlassen hatte. Der Parvovirus hatte Bebu in seinen Fängen. Durchfall, Fieber, Krämpfe und Erbrechen stellten den Körper des Hundekinds erneut auf die Probe – und seine Pflegeeltern nicht weniger. Für die Zweibeiner, die Bebu bei sich aufnahmen, bedeutete seine Krankheit durchwachte Nächte, sorgenvolle Tage, Putzen ohne Pause, Bangen und Hoffen, Pflegen und Beten, und heute? Wir können voller Freude sagen, dass Bebus vorübergehendes Zuhause von Menschen mit Dauerlächeln besiedelt ist, denn aus dem todkranken Welpen ist ein fröhlicher, verspielter, neugieriger und vor allem quietschgesunder Lümmel geworden. Schaut man Bebu beim Spielen zu, könnte man vermuten, er holt alles nach, was er in den Wochen des Leidens verpasst hat. Mit Hingabe werden Spielzeuge untersucht, bespielt (und auch geschrottet), Artgenossen geärgert und auf ihre Belastbarkeit getestet, Zweibeiner geküsst und ohne Ende beschmust. Bebu ist ein lustiger Mischling, der ausgewachsen wohl ungefähr kniehoch werden will, er ist nach seinem holprigen Start ins Leben offen für jegliche Karriere, so diese nur genug Spaß verspricht – und für eben jenen sucht er nun eine liebevolle, humorvolle Familie, bei der er sein Kuschelkörbchen aufstellen darf.