Chispas kleiner verbrauchter Körper erzählt die traurige Geschichte ihres Lebens. Die ruhige, dankbare Chihuahua-Dame war eine Gebärmaschine für Menschen ohne Gewissen, und ihre Arthrosen lassen darauf schließen, dass sie kaum genug Auslauf hatte, um Muskeln aufzubauen und ihre Gelenke beweglich zu halten. Und zusätzlich ist Chispa auch noch Leishmaniose positiv – auch hier hielten ihre Halter prophylaktische Maßnahmen wohl für überflüssig. Jetzt ist die melancholische kleine Lady unnütz geworden, sie kann nicht mehr werfen, also muss sie weg. Ihre Besitzer setzten sie wohl einfach aus, denn unsere Omi wurde von einer anderen Familie im Tierheim abgegeben. Chispa trägt einen Chip, aber als man ihre Ex-Halter kontaktierte, behaupteten diese allen Ernstes, das wohl der Computer einen Lesefehler gemacht habe – es handle sich auf keinen Fall um ihren Hund.Egal wie, man hätte Chispa unter keinen Umständen wieder in die Hölle geschickt, im Gegenteil suchen wir für dieses ausgebeutete Wesen den Himmel auf Erden für ihren Lebensabend. Was bedeutet? Wahrlich nicht viel… Chispa möchte ein weiches, warmes Plätzchen, wo sie dem Leben noch folgen kann, viel Ruhe, gemütliche Spaziergänge, regelmäßige Mahlzeiten und hin und wieder ein gutes Wort und eine zärtliche Hand. Vor zwei Jahren, als ich begann, die ersten Texte für die Arca zu schreiben, hätte ich nicht gedacht, dass Hunde wie Chispa eine Chance haben, noch einmal ein richtiges Heim zu finden – doch ich wurde durch die wunderbaren Menschen, die unseren Verein unterstützen, schon oft eines Besseren belehrt. Deswegen glaube ich fest, dass unsere Chihuahua-Dame auf ihre alten Tage noch lernen darf, was es heißt, geborgen zu sein, geliebt zu werden und einfach daheim zu sein.