Man nehme einen Bouvier und einen Wasserhund, kreuze die beiden und erhalte einen Traumhund. Nein, so einfach ist es wahrlich nicht, aber im Fall unseres fast sieben Jahre alten Coco hat das einwandfrei geklappt. Allerdings dachten seine Halter, ihr teuer erkaufter Welpe müsse arbeitstauglich und wohlerzogen auf die Welt kommen, weil seine Mama ein hervorragender Rettungshund war. Aber Erziehung und Vertrauen wird nicht vererbt, was aus unseren Vierbeinern wird oder nicht, liegt immer noch zu größten Teilen in unseren Händen – und so wurde Cocos Familie nicht von ihrem Hund enttäuscht, sondern von ihrer eigenen Unfähigkeit. Trotzdem bezahlte der hübsche, fröhliche Rüde die Rechnung. Er musste aus der Wohnung ausziehen und wanderte in eine Fabrikhalle, wo er als Wachhund an einem kurzen Seil Jahre über Jahre zubrachte, einsam, traurig und oft genug einfach vergessen.Vor ca. zwölf Monaten überzeugten dann Tierschützer der Arca Sevilla seine Halter, den depressiven Rüden in die Obhut unserer Partner zu geben, zu Cocos großem Glück mit Erfolg. Das geniale Lockenköpfchen zog in eine liebevolle Pflegefamilie und weiß nun endlich, wie es ist, wenn man geliebt wird, spielen darf, spazieren geht, auf der Couch kuschelt und geborgen ist. Coco ist kein Welpe mehr, aber er hat Nachholbedarf. Deswegen spielt unser aufgeweckter Charmeur mit Hingabe, er schmust weltmeisterlich, er begeistert sich an jeder Blume, liebt es, Bekanntschaft mit Artgenossen zu machen – kurz, für Coco ist die Welt ein Abenteuerspielplatz und er wünscht sich nun eine Familie, die sich mit ihm über seine Freiheit freut!