Woher unser wundervoller Deutsch Kurzhaar Coffe seinen Namen hat, darüber denkt beim Anblick des mokkafarbenen Prachtstücks sicher niemand lange nach. Der muskulöse Jagdhund-Rüde (der gern noch ein paar Gramm zulegen könnte) gelangte Anfang Februar 2017 nach einer regelrechten Rettungsodyssee in die Hände der ArcoNatura – und er ist mehr als dankbar, dass er endlich Hilfe und Schutz gefunden hat.Coffe war allein unterwegs, als ein Starkregen über Linares hereinbrach – und wenn wir in Südeuropa über Starkregen reden, dann heißt das, dass binnen Sekunden die Straßen knöcheltief unter Wasser stehen – für die Streuner, die oft bestenfalls einen Pappkarton als Zuflucht haben, ist das oft eine tödliche Katastrophe (vor allem für Hündinnen, die gerade geworfen haben und weder ihre Welpen in Sicherheit bringen können noch ihre Babys verlassen würden). An so einem Tag versuchte Coffe, sich in eine Fabrikhalle zu retten. Weil es aber schon auf den Feierabend zuging und alles automatisch verschlossen wird, riefen die Mitarbeiter die Tierschützer der ArcoNatura an, damit diese den zutraulichen Rüden abholen kämen. Leider floh Coffe, bevor unsere Partner eintrafen, weil die Tore sich vor seiner Nase schlossen (und niemand hatte daran gedacht, den Hund zu sichern) – und doch erfuhr man, wie es mit ihm weiter ging, denn einer der Arbeiter sah, wie sich der vollkommen durchnässte Hund in eine Bar rettete. Sofort informierte er die Suchenden der ArcoNatura, die mittlerweile selbst keinen trockenen Fetzen Stoff mehr an sich hatten. Doch als diese bei der Cocktailbar ankamen, erfuhren sie nur, dass man den zitternden Hund wieder auf die Straße gejagt hatte. Angesichts der hereinbrechenden Dunkelheit und dem Wetter musste die Suche abgebrochen werden.Wie Coffe die Nacht überstanden hat, wissen wir nicht, aber er schloss sich morgens vertrauensvoll einer Gruppe Schulmädchen an, die absolut richtig handelte, den Hund sicherte und bei einem bekannten freiwilligen Helfer der ArcoNatura abgaben, bevor sie ihren Weg fortsetzten. Und so landete Coffe doch noch im Tierheim, und ich kann Ihnen versichern, alle Beteiligten sind extrem dankbar über dieses Ende der Geschichte von Coffes Rettung. Aber da, wo die eine Geschichte endet, möchten wir eine neue beginnen, denn selbstverständlich soll ein noch nicht einmal einjähriger (Coffe ist im Februar 2017 ca. 10 Monate alt) Supersportler nicht im Tierheim stranden.Coffe sucht eine sportliche Familie, die ihm die Welt erklären möchte, die mit dem hochintelligenten und anhänglichen Athleten arbeiten will, die ihn fördern und fordern kann und dafür sorgt, dass das geniale Schlappohr nie wieder allein im Regen herumirrt, sondern immer weiß, wo sein warmes, weiches Körbchen steht (um einen Bogen um den eigenen Schlafplatz zu laufen und sie zu seinen Lieblingsmenschen auf die Couch zu drücken!). Wir freuen uns auf eine Fortsetzung von Coffes Geschichte – und auf viele Fotos!