Vor ca. drei Jahren wurden unsere spanischen Freunde vom Besitzer eines Campingplatzes kontaktiert, auf dessen Gelände, direkt am Strand, mehrere herrenlose Hunde lebten. An sich kein Problem, nur nahm die Population dieser Streuner derart zu, dass sie selbst im Abfall der Urlauber nicht mehr genügend Nahrung fanden und alllesamt in einem äußerst bedenklichen Zustand waren. Natürlich nahmen sich die Mädels aus Punta Umbria diesen insgesamt zwölf armen Seelen an und fanden bei Ankunft unter anderem eben auch die damals nur wenige Monate alte Dory vor. Mager, dehydriert, übersät von Flöhen und Zecken- so möchte man keinen Hund vorfinden und schon gar keinen Welpen, dem der Parasitenbefall sehr schnell zum Verhängnis werden kann. Da Dory, genau wie ihre Freunde, zwar sehr vorsichtig gegenüber Menschen war, jedoch nicht etwa sehr ängstlich oder gar panisch, war es kein Problem, die ganze Bande ins Auto zu verfrachten und nach einem ausgiebigen Bad im Tierheim unterzubringen.Mittlerweile sind drei Jahre vergangen und Dory lebt immer noch hier. Dass sich keiner der Besucher für sie als neues Familienmitglied entschieden hat, mag daran liegen, dass unsere hübsche Maus beim ersten, und sicherlich auch beim zweiten Kennenlernen Fremden gegenüber recht schüchtern ist. Hat sie dann aber einmal begriffen, dass vom betreffenden Zweibeiner nur Streicheleinheiten zu erwarten sind, schmiegt sie sich vorsichtig, aber dankbar, in dessen Hand und lässt sich gerne ausgiebig kraulen. Dory möchte gerne an der Seite eines Menschen sein, weiß jedoch nicht so richtig, wie das funktioniert und hatte in ihrem früheren Leben sicherlich Grund genug, uns Zweibeinern zu misstrauen. Unsere ca. drei Jahre alte (Stand 05/ 2019) Mimose möchte die Kontaktaufnahme in ihrem eigenen Tempo gestalten, wogegen aus meiner Sicht überhaupt nichts einzuwenden ist, und sie zieht sich gerne an einen sicheren Ort zurück, wenn ihr die Dinge zu viel werden. Auch, wenn es unter den anderen Hunden einmal Streit gibt, wird man unser harmoniebedürftiges Häschen nie in der Nähe der Streithammel sehen- sie beobachtet solche Situationen dann am liebsten aus der Ferne. Für ihr noch recht jugendliches Alter strahlt Dory eine ganz eigene, beeindruckende Ruhe aus, sie wird auch in ihrem neuen Zuhause erstmal alles in vorsichtigen Schritten erkunden wollen- doch dafür braucht sie zunächst überhaupt eines. Hier kommen Sie ins Spiel. Unsere hübsche Knutschkugel hat in ihrem Leben noch nicht viel mehr gesehen als die Mauern des Tierheimes. Dory möchte spüren, wie sich der feuchte Waldboden früh morgens unter den Pfoten anfühlt, sie möchte an der Seite ihrer Menschen zum ersten Mal ihr Spiegelbild im Wasser sehen, einen Schmetterling bestaunen und abends hundemüde ihre Nase in eine weiche Kuscheldecke stecken. Dafür braucht sie verständnisvolle Menschen mit viel Ruhe und Übersicht, wenig Trubel und am allerbesten einen souveränen Hundekumpel an ihrer Seite, der ihr vormacht, wie man dem Herrchen oder Frauchen am effektivsten die Hundekekse aus der Tasche zaubert. Sind Sie die gute Fee, die Dorys Träume wahrwerden lässt?