Hundebabys – wir kennen sie in allen Schattierung und sie kommen aus so verschiedenen Welten. Die einen landen von angeblich liebevollen Züchtern in den Zoohandlungen Spaniens, die anderen werden auf der Straße geboren, Jäger entsorgen ungewollten Nachwuchs im Müllcontainer und die meisten sind einfach bei Menschen geboren, die keinerlei Sach- und Fachwissen haben, aber glauben zu wissen, dass es ganz schlecht ist, einen Hund kastrieren zu lassen. Auch unser kleiner Engel fällt in diese Kategorie. Die oberniedliche Handvoll Wasserhund lebt bei einer Pflegefamilie in Sevilla, weil es ihrer Herkunftsfamilie „immer noch nicht“ gelungen war, ihn zu verkaufen. Engel wurde Anfang Dezember 2018 geboren – wir schreiben heute den 22. Januar 2019 – eigentlich sollten er und seine Geschwister noch bei ihrer Mama sein und die Welt verstehen lernen. Wenigstens durfte Engel von all seinen Brüdern und Schwestern am längsten am Bauch seiner Mutter schlafen, und er ist nun bei einer erfahrenen Pflegestelle, wo er Artgenossen hat, die ihm die nächsten Schritte auf dem Weg zu einem guten Sozialverhalten und gesundem Selbstbewusstsein zeigen. Man muss fast die anderen Welpen bedauern, die mit fünf oder sechs Wochen abgegeben wurden, wieder an Menschen, die keine Ahnung haben, wie sehr sie schon mit dieser ersten Entscheidung ihrem neuen Familienmitglied schaden…Nun, Engel fühlt sich auf jeden Fall bei seinen Pflegeeltern (vier- und zweibeinig) höchst wohl und entdeckt die neue Umgebung mit Freude und Neugierde. Neben Wachsen und Schlafen stehen Spiel und Forschung selbstverständlich ganz oben auf der Liste des Mini-Hütehundchens, denn irgendwann will er ja mal eine ganz große Mann werden. Bis dahin ist aber durchaus noch viel Zeit für Dummheiten, Streiche und Experimente mit Schuhen, Socken, Kissen und Büchern.Engel sucht eine Familie, die den Stressfaktor eines Welpen kennt und sich trotzdem mehr auf den Spaßfaktor konzentriert, also liebe, humorvolle Menschen, die ihm Schritt für Schritt die große weite Welt erklären können und ihm dann die Möglichkeit geben, seine geistigen und körperlichen Begabungen zu erkennen und zu entwickeln. Der Wasserhund ist ein höchst intelligenter und arbeitswilliger Hütehund – auch wenn es unter ihnen durchaus eine wenige Couchpotatoes gibt. Aber sind wir ehrlich, Ausnahmen bestätigen die Regel, und wer Engel durch sein vorübergehendes Zuhause hüpfen sieht, wie er alles erkundet und ausprobiert, käme eher nicht auf die Idee, dass der künftige Vorzeigerüde zum Sofakissen mutieren könnte.
Aber natürlich schätzt unsere Fellkugel auch Kuscheln und Streicheln, Bauchmassagen und Nickerchen auf Herrchens Bauch – der Wärmflaschenfaktor ist also tatsächlich auch gegeben, und dabei haart unsere Mini-Schönheit nicht einmal, denn Wasserhunde sind wie Pudel mit einem Fell ausgestattet, dass nicht ausfällt (entsprechend muss es anders gepflegt werden. Wenn Sie sich also für einen Pudel oder Wasserhund entscheiden, sprechen Sie mit einem Fachmann über die richtige Fellpflege!).
Sie sind schockverliebt? Nun, es dauert nur noch wenige Wochen, bis unser Engel aus Spanien ausreisen darf, bis dahin belegt er sicher noch einige Fortgeschrittenen-Kurse im „unschuldigen Augenaufschlag“ und „ich schlafe, ich kann das nicht gewesen sein.“ Danach könnte er direkt bei Ihnen einziehen und seine neuen Fähigkeiten perfektionieren. Melden Sie sich doch mal bei uns, wir lassen Sie gern wissen, wie Engel bald Ihr Herz und Haus (und das Sofa) in Beschlag nehmen kann.