Gordo

Gordo hat sein Zuhause in A-6233 Kramsach gefunden, wir wünschen ihm alles Gute.Herzlichen Dank Frau G.
Rasse:
franz. Bulldogge
Alter:
2013
Größe:
30 cm
Gewicht:
Befindet sich hier:
in einer Pflegestelle in Linares
Kontakt:
Anja Bremer, a.bremer@tierschutzverein-arca.de
Gechipt:
ja
Geimpft:
ja
Kastriert:
noch nicht
Verträglich mit Hunden?
ja
Verträglich mit Katzen?
nicht getestet
Für Kinder geeignet?
ja
Check auf Mittelmeer-Krankheiten:
noch kein Ergebnis

Dass ein Hund kein Spielzeug ist und kein Kind in der Lage ist, sich allein um einen Vierbeiner zu kümmern, dass kein Hund erzogen ins Haus geliefert wird und vor allem nicht einer unserer tierischen Freunde ohne unsere Hilfe behalten kann, wie man sich in der Wohnung und gegenüber Menschen richtig verhält, das alles sind Dinge, die wir immer wieder predigen. Nur deswegen gibt es nervige Fragebögen, Vorkontrollen und manchmal auch Warnungen und Geschichten von anderen Haltern, die sich in ihren Erwartungen vertan hatten. Oft werden wir gefragt, warum wir das so halten, wir sollten doch einfach froh sein, wenn ein Hund vermittelt wird. Aus den Augen, aus dem Sinn. So einfach ist es aber nicht, denn wir wollen weder, dass unsere Schützlinge leiden, noch möchten wir, dass die Tiere zu Wanderpokalen degradiert werden, x-mal den Besitzer wechseln und am Ende doch wieder im Tierheim landen.
Gordo ist ein Paradebeispiel dafür, warum wir genau schauen, wem wir einen Hund anvertrauen. Seine Familie kaufte den reinrassigen Französische Bulldoggen-Rüden als Spielkameraden für den Nachwuchs. Am Anfang war Gordo ja auch niedlich, aber wie Welpen eben sind, begann er bei Langeweile (und die hatte er oft) Schuhe zu kauen, Spielzeug zu klauen und zu zerstören, woraufhin die Kinder das Interesse an ihm verloren. Natürlich fühlten sich die Erwachsenen auch nicht zuständig für den Hund, und so zog er einfach auf die Terrasse, wo er sich selbst überlassen war. Jetzt hat Gordo auch noch einen Nickhautvorfall an den Augen. Durch eine kleine OP kann das schnell behoben werden, die Meibomdrüse wird einfach wieder an ihren Platz gelegt und schlimmstenfalls hat das niedliche Fledermausohr hinterher ein wenig trockene Augen und braucht Tropfen – meist verheilt aber alles ohne Probleme. Aber die „Familie“ des netten und kontaktfreudigen Vierbeiners will kein Geld an das ungeliebte Haustier verschwenden, also muss Gordo eben weg. Am liebsten wäre es ihnen, man könnte den Hund noch verkaufen, immerhin hatten sie ja schon Auslagen. Das ging dann selbst dem Züchter Gordos zu weit, der in der gleichen Tierklinik Kunde ist wie unsere Freunde von der ArcoNatura. Der hübsche Rüde lebt nun auf Pflege in seinem Herkunftszwinger, wird auf Kosten der Arca (vermutlich noch in Spanien) an den Augen operiert und braucht dann dringend ein richtiges Zuhause, wo er endlich erfahren kann, wie es ist ein vollwertiges und geliebtes Mitglied einer Familie zu sein.

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