Hariel ist ein erst wenige Monate alter Bretone. Er wurde von seiner früheren Familie im Tierheim abgeliefert. Da es vonseiten der Halter keinen weiteren Kommentar gab, Hariel aber an einem Darmprolaps litt, liegt der Verdacht nahe, dass seine Ex-Besitzer die Tierarztkosten scheuten und sich des Welpen auf die einfache Art entledigten. Die Arconatura, die selbst in den letzten Monaten jeden Cent doppelt drehen musste, da der Aufbau des neuen Tierheims immer wieder ins Stocken geriet, ließ den wunderschönen Babyhund für 400€ aus eigener Tasche operieren und gab ihn nach dem erfolgreichen Eingriff in die Hände einer liebevollen Pflegefamilie, wo sich die kleine Fellnase nun von allen Strapazen erholen kann und mit einer speziellen Diät und viel Liebe auch zusehends wieder auf die kurzen, immer kräftiger werdenden Beinchen kommt. Bretonen sind (entgegen manch falscher Bezeichnungen und auch ihres Aussehens) keine Spaniel, sondern die kleinsten Vertreter der Vorstehhunde und damit höchst intelligent, lernwillig und gehorsam. Oft sind die Hunde sehr sensibel und anhänglich und die allergrößten Schmusebacken im Haus, wo sie auch mit Katzen und sogar Kleintieren meist ohne Probleme zusammenleben können, während sie draußen allerdings durchaus Jagdtrieb entwickeln und deshalb eine gute Grunderziehung brauchen, um ohne Leine durch die Gegend streifen zu können. Vor allem was die Zärtlichkeit und das Bedürfnis nach Liebe angeht, ist Hariel schon ein typischer Vertreter seiner Rasse, das Jagen, Spielen und Toben steht noch im Hintergrund, der kleine Drops ist noch mit Gesund-Werden beschäftigt, was er aber mit großem Erfolg meistert. Hariel hat nur einen kleinen fellbehangenen Knorpel anstelle einer Rute, er ist aber nicht kupiert, sondern hat eine sogenannte Brachyurie, ein angeborenes Stummelschwänzchen, das aber bei seiner Rasse bekannt und auch als Standard anerkannt ist. Da der Goldknopf mit so großen Schritten Richtung Heilung geht und schon jeden Tag fröhlicher durchs Leben hüpft, wird es Zeit, für ihn ein neues Zuhause zu finden — dieses Mal eins, das ihn nicht im Stich lässt, wenn er mal krank oder verletzt ist — man gibt ja auch sein Kind nicht ins Waisenhaus, wenn es eine Blinddarmentzündung hat. Hariel wünscht sich eine liebevolle Familie, die ihm die Welt zeigt und ihm einen Platz auf der Couch zugesteht, wo er seine regelmäßigen Streicheleinheiten erhält. Außerdem möchte der tapfere Kämpfer bald auf langen Spaziergängen seine Nase testen, alles erforschen und viele Abenteuer erleben… Wer möchte mit Hariel auf die Reise in ein langes, gesundes und spaßiges Hundeleben gehen?