Hassamy wurde an einen Baum vor dem Tierheim gebunden. Anscheinend war ihr Besitzer davon überzeugt, dass er mit dieser Handlung seiner Verantwortung für die außergewöhnliche Mischlingshündin gerecht würde… aber eigentlich gab er nur ein weiteres moralisches Armutszeugnis ab – eines von so vielen, denen sich die spanischen Tierschützer täglich stellen müssen. Hassamy fällt zuerst durch ihr absolut faszinierendes Äußeres auf. Der erste Blick offenbart es noch nicht, aber schaut man ihr mal auf die Füßchen, wird man sofort über den „Marmorkucheneffekt“ lächeln müssen. Dazu kommen herrliche, lang behangene Ohren, die ihre ohnehin schon sehr ausgeprägte und freundliche Mimik unterstreichen. Spätestens wenn Hassamy ihre Stirn in Falten legt, den Kopf schief hält und ihre hellen Augenbrauen dicht beieinander stehend den Blick auf ihre tiefgründigen Augen lenken, fliegen dem aufgeweckten Mädchen alle Herzen zu. Obwohl es im Tierheim von Linares gerade alles andere als gemütlich zugeht, da die Einrichtung abgerissen wird, die neue Unterkunft aber noch weit von einer Fertigstellung entfernt ist, bleibt Hassamy eine richtige Frohnatur. Sie spielt und kuschelt gerne, verträgt sich problemlos mit anderen Hunden und dankt jede noch so kleine Aufmerksamkeit. Hassamy braucht, wie alle Hunde in Linares, die bisher noch keine Pflege- oder Endstelle gefunden haben, dringend eine neues Zuhause. Die Umstände, unter denen Hunde und Tierschützer im Augenblick funktionieren müssen, sind wirklich katastrophal. Hassamy ist eine Hündin, die keine besonderen Ansprüche stellt. Ihre angenehme Größe machen sie für Hundeanfänger tauglich, ihr Charakter wird sowohl in eine Großfamilie passen als auch einen Einpersonenhaushalt perfekt bereichern. Wo darf Hassamy ihr neues Körbchen beziehen?