Keine Frage, Hermes ist ein waschechter Senfhund, aber es gibt ein Merkmal, das ihn von allen anderen Senfhunden der Welt unterscheidet – seine genialen Augenbrauen! Der Blick, den Hermes aus seinen hellen, melancholischen Augen mit der außergewöhnlichen Betonung wirft, erinnert an Brad Pitts nachdenklichste Momente in einigen Klassikern, die jedes Frauenherz dazu bringen, höher zu schlagen. Das kann Hermes auch!
Hermes streifte mit seinem Kumpel Hades durch die Gegend, ein richtiges Buddyteam, das sicher schon so manches Abenteuer durchgestanden hat. Als sie sich an einer Tankstelle Freunde machten, entschloss sich der Besitzer, die beiden schutzlosen Rüden (die ja noch dazu zur nicht kontrollierbaren Welpenflut in Spanien beitragen) nicht wieder ziehen zu lassen, sondern die Tierschützer der Arconatura zu informieren und den netten Jungs somit eine bessere Zukunft in Aussicht zu stellen.
Seit Mai 2014 leben die beiden Tramps nun also im Tierheim unserer spanischen Freunde und man kann definitiv nichts Negatives über die vierbeinigen Genossen berichten. Die dreijährigen Sympathieträger sind freundlich, verspielt und kommen mit allen Mitbewohnern blendend aus.
Hermes ist ein ruhiger, anhänglicher Typ, der gerne mal stressfrei spielt und immer noch viel Zeit mit seinem Kamerad Hades verbringt. Insgesamt ist Hermes sehr ausgeglichen und besticht durch seine Souveränität, die er sicher auch der Zeit auf der Straße zu verdanken hat. Lernfreudig und aufmerksam, wie er ist, hoffen wir, dass sich bald eine Familie für den liebenswerten Bub begeistern kann. Natürlich weiß Hermes noch nicht, wie das Leben im Haus funktioniert, er kennt das Konzept „Spaziergang“ noch nicht, seine Erfahrungen mit Autos decken viel mehr den Bereich des Ausweichens ab, als dass er schon öfter Qualitäten als Beifahrer hätte, aber unser Götterbote ist extrem aufnahmebereit und sehr menschenbezogen, sodass er sicherlich in kürzester Zeit begreifen würde, welche neuen Spielregeln nun in einem echten Zuhause herrschen.
Hermes hat schon viel gesehen und erlebt, jetzt wird es Zeit, dass er heimkommen darf. Die Zeit der Abenteuer soll für ihn nicht vorüber sein, im Gegenteil, aber wir wünschen ihm, dass er von nun an seine Forschungsreisen in Sicherheit an der Seite eines geliebten Zweibeiners unternimmt, mit dem er abends dann so manch wundervollen Tag auf der Couch Revue passieren lassen darf…