Lear

Lear lebt jetzt in 48268 Greven. Alles Gute, Lear. Herzlichen Dank, Familie F.
Rasse:
Griffon-Mix
Alter:
Juni 2015
Größe:
wird mittelgroß
Gewicht:
Befindet sich hier:
in einer Pflegestelle in 48268 Greven
Kontakt:
Marion Wissel, m.wissel@tierschutzverein-arca.de
Gechipt:
ja
Geimpft:
ja
Kastriert:
noch nicht
Verträglich mit Hunden?
ja
Verträglich mit Katzen?
nicht getestet
Für Kinder geeignet?
ja
Check auf Mittelmeer-Krankheiten:
negativ

Als Lear in Spanien gefunden wurde, hatte der damals gerade acht Wochen alte oberniedliche Welpe eine gefleckte Nase. Warum ich das erwähne? In Spanien und Südfrankreich sind Hundekinder, die mit gefleckten Nasen geboren werden, oft sehr schwer zu vermitteln, da sich hartnäckig die urbane Legende hält, dass diese Vierbeiner leichter Parasiten anziehen als andere Hunde (Flöhe, Würmer, Sandfliegen etc.). Das ist natürlich kompletter Blödsinn, aber was erstmal in den Köpfen ist, will da so schnell nicht raus, das beweisen ja auch die Debatte um Kampfhunde und die Tatsache, dass immer noch schwarze Katzen und Hunde sehr viel schwerer ein Zuhause finden.
Umso erleichterter waren alle Beteiligten natürlich, als der süße Knopf sehr schnell Interessenten und damit ein Heim in Deutschland fand. Aber vielleicht ist eine gefleckte Nase doch kein Glücksbringer, denn der inzwischen acht Monate alte Wirbelwind muss seine Familie wieder verlassen. Der schon vorhandene Rüde kann mit dem aufgeweckten Junghund nichts anfangen und reagiert aggressiv auf jeden Annäherungsversuch seitens des kleinen Wuslons. Die Situation wird täglich gefährlicher und so sucht Lear schnell einen neuen Wirkungskreis.
Die nur 30cm hohe Stimmungskanone liebt es, sich immer wieder neue Streiche auszudenken, um seine Zweibeiner zu unterhalten und diese nicht einrosten zu lassen. Wie es sich für einen echten Teenager gehört, entführt er gerne Socken und Unterhosen, rast mit Schlappen durch die Gegend und (wenn denn gar nichts mehr zum Klauen vorhanden ist) kugelt auch selbst einfach werbewirksam durch die Gegend und verbellt mit großen Enthusiasmus Fahrräder. Das weiße Knuddelknäuel ist kreativ und enorm intelligent. Aber keine Bange, hat Lear etwas ausgefressen, versteht er es auch, auf unnachahmlich goldige Weise, um Verzeihung zu bitten – und, wie alle Eltern bestätigen können, geht die Pubertät tatsächlich irgendwann vorüber, und bei Hunden auch noch viel schneller als bei zweibeinigen Betroffenen.
Lear ist ein Herzensbrecher, nur schafft er es eben nicht, das Herz des erwachsenen, nicht mehr ganz so verspielten Rüdens in seinem Zuhause zu erobern. Dumm gelaufen, kleiner Mann, aber lass den Kopf nicht hängen, die Leute da draußen sind sicher schon jetzt große Fans von dir.
Lear ist ein Rohdiamant, der noch ein wenig Erziehung braucht. Er kommt mit anderen Hunden toll aus, wenn diese (noch) eine gewisse Toleranz für sein ungestümes, jugendliches Temperament haben, er lernt gerne, kuschelt und tobt noch viel lieber. Update der PS im März 2016: Lear ist ein ganz toller Hund. Sicher muss er noch einiges lernen, aber er kann schon einige Kommandos umsetzen. Auch hat er einen feinenCharakter. Er liebt es zu
spielen und tobt super gerne durch unseren Garten. Ein eingezäunter Garten ist für ihn wichtig, damit er gefahrlos spielen kann.
Mit unserer kleinen Enkelin ist Lear sehr vorsichtig. Anderen Hunden begegnet er problemlos. Lear will alles richtig machen.

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