Wie man einen Lolo baut:
Man nehme einen West Highland White Terrier, ziehe die Beine etwas länger und bringe die Vorderfüße in eine perfekte Position I demi-plié. Hat man dies erledigt, nimmt man die Ohren eines Podencos, rundet selbige oben etwas ab, beklebt sie puschelig-wuschelig weich, jetzt noch den Schwanz gekonnt über den Rücken rollen und schon ist er fertig – der Lolo!
Nun, Sie haben das große Glück, dass Sie sich keinen Lolo basteln müssen, denn wir haben ein wunderschönes Modell zur Adoption – und wer wollte schon keinen?
Lolo wurde auf die klassische Art ausgesetzt, mitten auf einem Platz im Stadtzentrum von Linares band ihn sein Ex-Besitzer an eine Bank und machte sich aus dem Staub. Zurück blieb ein verwirrter kleiner Rüde, der verzweifelt darauf wartete, wieder abgeholt zu werden. Doch niemand kam und Lolo landete im Tierheim. Dabei hatte der zuckersüße Sahnetupfer aber Glück im Unglück, denn es waren nicht die staatlichen Hundefänger, die ihn einsammelten und in den öffentlichen Zwinger brachten, sondern die Tierschützer der Arconatura, die ihn in ihre Obhut holten.
Jetzt lebt Lolo schon einige Monate in der Einrichtung unserer andalusischen Partner und eigentlich versteht niemand, wieso sich noch niemand für den außergewöhnlichen und auch sehr liebenswerten Jungspund interessiert hat. Die niedliche Milchschnitte ist extrem anhänglich und möchte am liebsten den ganzen Tag im Gefolge der Mitarbeiter der Arconatura verbringen. Lolo ist neugierig und besucht gerne seine Mitbewohner und ist auch jederzeit offen für eine Runde Toben und Spielen. Ein Wuschel wie Lolo, der gerade mal etwas älter als ein Jahr ist (Stand Oktober 2014), sollte doch keine Probleme haben, schnell eine Familie zu finden, die ihm Herz und Haustür öffnet und ihn altersgemäß fördert und fordert. Lolo wartet darauf, jemandes bester Freund zu werden und ihm möglichst wenig von der Seite weichen zu müssen – und mal ehrlich, mit einem waschechten Lolo an der Seite zeigt man sich doch auch gerne!