La Mar, das Meer, könnte unser faszinierender Neuzugang einen passenderen Namen haben? Als ich Mars Bilder zum ersten Mal sah, nahm mich sofort der wissende, sanfte Blick der ca. sieben Jahre alten (Stand 01/2017) gefangen – und dann musste ich lachen, denn ich konnte plötzlich ihr Herz sehen (nein, ich bin kein Esoterik-Schwurbler, ich hab der lustigen Hündin nur noch einmal genauer ins Gesicht geschaut, und gucken Sie sich doch mal die Form der Blesse an, die Mutter Natur Mar mitgegeben hat). Mar trägt also ein unverwechselbares Zeichen auf der Stirn, und wenn man unseren Freunden in Linares glaubt (was ich natürlich zu 100% tue), dann ist dieses Abzeichen wirklich Ausdruck dessen, was Mar ausmacht.Die überaus sanfte und freundliche Hündin wurde in Bailen gefunden, wo sie in einem dichten Busch Schutz gesucht hatte. Dehydriert, deprimiert und bewegungslos lag sie dort in der glühend heißen Juli-Sonne, schaute in die Ferne auf ein Ziel, das wohl nur sie sehen konnte, und wartete auf den Tod. Anwohner informierten über die Polizei die Tierschützer der ArcoNatura, die sich umgehend auf den Weg machten, um Mar aus ihrer Lethargie und den Dornen zu befreien und sich ihrer anzunehmen. In den letzten sechs Monaten erholte sich das sanfte Mädchen im Tierheim unserer Partner, schloss Freundschaften, gewann ihre Lebenslust zurück und entwickelte sogar Muskeln im Spiel mit ihren Artgenossen. Allerdings steht Mar der Sinn doch eher nach Dösen und Schmusen als nach wildem Toben, ihr liebstes Hobby sind Bauchmassagen und sie zeigt sich ebenso begeistert, wenn jemand die weiche Stelle hinter ihren witzigen Stehohren krault.Mar hat im Pfotenumdrehen alle Tierschützer begeistert, sie ist ein so ruhiges, anhängliches und liebes Wesen, dass sich alle sicher waren, dass irgendjemand diesen wundervollen Hund vermissen muss. Wie um das zu bestätigen, fand sich bei der ersten Untersuchung tatsächlich ein Chip. Man setzte sich sofort mit dem eingetragenen Halter in Malaga in Verbindung, der aber nur meinte, er habe das Tier schon vor ewiger Zeit einem Freund geschenkt und ihm sei es nun egal, was aus Mar würde. Man rief also erwähnten Nachbesitzer an, der aber leugnete, dass es sich um seinen Hund handle – und weil in Spanien solche Dinge sowieso nur Nerven und Zeit kosten, aber nie endgültig zu klären sind, schloss man dieses Kapitel und Mar durfte in die Vermittlung. Was für ein Glück für ihre zukünftige Familie, die mit Sicherheit eine der liebevollsten und sanftesten Vertreterinnen der Arca-Nasen ihr Eigen nennen darf. Wir freuen uns jetzt schon darauf, diese bestimmt ganz besonderen Menschen kennenzulernen und Bilder aus Mars endgültigem Zuhause zu bekommen, die beweisen, dass auch diese traurige Geschichte ein Happy End gefunden hat!