Mawi

Rasse:
Podenco
Alter:
ca. 01/2023
Größe:
ca. 36 cm (Stand 08/2023)
Gewicht:
Befindet sich hier:
im Tierheim in Linares
Kontakt:
Carmen Gebler, c.gebler@tierschutzverein-arca.de
Gechipt:
ja
Geimpft:
ja
Kastriert:
noch nicht
Verträglich mit Hunden?
ja
Verträglich mit Katzen?
nicht getestet
Für Kinder geeignet?
nicht getestet
Check auf Mittelmeer-Krankheiten:
negativ

Galgos und Podencos- die Rassen, die (zumindest in Spanien) wohl das meiste Leid ertragen müssen… In Scharen vermehrt, denn Zucht kann man diese ausufernde Zahl produzierter Nachkommen nicht nennen, in dreckigen Verschlägen zur Welt gebracht von ausgezehrten Müttern, die selbst kaum genug zum Überleben haben, doch es mit unglaublicher Zähigkeit irgendwie bewerkstelligen, auch noch ihre Jungen durchzubringen. Die, die nicht an Krankheiten, Dehydrierung oder Nahrungsmangel sterben, werden gnadenlos zur Jagd eingesetzt. Morgens früh geht es mit dem ganzen Rudel los um Beute zu hetzen und, so seltsam es anmuten mag- selbst entkräftete Galgos und Podencos bringt ihr Jagdtrieb dazu, ihre Erschöpfung für einen Moment zu vergessen und ihre ganze Kraft auf ihre Leidenschaft aufzuwenden. Nach getaner Arbeit geht es zurück in den Verschlag, oft irgendwo im Nirgendwo, wo tagelang kein Besitzer nach dem Rechten schaut, geschweige denn die Hunde mit Wasser und Futter versorgt. Abgesehen von den ganz essentiellen Entbehrungen kann natürlich auch von liebevoller Behandlung keine Rede sein: viele unserer Schützlinge erreichen uns mit Narben und Verletzungen, deren Herkunft wir uns nicht einmal vorstellen möchten… Nicht alle der hier beschriebenen Hunde erleben ihren ersten Geburtstag und die, die es schaffen, werden meist in jungen Jahren „ausgemustert“. Es ist günstiger, neue Welpen zu produzieren, als die „alten“ über den Winter zu füttern- logisch, dass uns somit zeitweise regelrechte Fluten an Neuankömmlingen erreichen. Für viele der Jagdhunde endet ihr tristes Leben an einem Baum- aufgeknüpft, nach einem langen Todeskampf, verhöhnt von ihren Peinigern. Die „glücklicheren“ werden ausgesetzt, weit entfernt von ihrem „Zuhause“, zu dem sie in ihrer naiven Treue zurücklaufen würden, oder mit gebrochenen Gliedmaßen, damit sie eben dies nicht schaffen. Werden sie von unseren spanischen Partnern gefunden, beginnt ein neuer Abschnitt- so, wie für unsere Mawi…

Mawi wurde von Anwohnern in einem Vorort von Linares entdeckt, wie mehr schlecht als recht versuchte, sich irgendwie am Leben zu halten. Sie klapperte Mülltonnen ab, bettelte an Hauseingängen und legte sich zum Schlafen eingerollt in verlassene Schuppen. Als unsere spanischen Partner auf die Streunerin aufmerksam gemacht wurden, durfte Mawi natürlich umgehend in die sichere Obhut des Tierheimes umziehen.

Mawi ist vermutlich noch kein Jahr alt und mit ihren derzeitigen knapp 40 cm Schulterhöhe eine eher kleine Vertreterin ihrer Rasse. Mit ihrer Blesse und den vier weißen Söckchen ist sie außerdem eine ausgesprochene Schönheit. Wie es sich für ein Backfischlein in ihrem Alter gehört, spielt Mawi gerne ausgelassen mit ihren vierbeinigen Freunden und freut sich, wenn einer der Zweibeiner ihren Zwinger betritt und es Streicheleinheiten und Kekse für alle gibt.

Wir wünschen uns für Mawi ein ruhiges Zuhause mit humorvollen Menschen (ja, die Pubertät eines Hundes erfordert Humor!), die sich darauf freuen, unserer liebevollen Fledermaus ihr Haus und Herz zu öffnen.

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