Hier kommt unser Max, ein wundervoller, noch keine zwei Jahre alter (Stand 04/2019) Terrier-Mischling. Max wurde auf dem Friedhof nahe der ArcoNatura in Linares ausgesetzt und er fiel den Tierschützern auf, weil er sich immer vom Katzenfutter bediente, das die Ehrenamtlichen für die Streuner auslegen. Leider war Max sehr schüchtern und trotz Leckerli und lieber Worte, viel Geduld und Erfahrung gelang es den Freiwilligen in Linares nicht, den eigentlich so freundlichen Rüden zu fangen. Es kam, was irgendwie kommen musste: Am 9. März 2019 rief eine Dame unsere Freunde an, um mitzuteilen, dass vor dem Friedhof ein Hund angefahren worden wäre, er könne sich nicht mehr bewegen. Sofort starteten die Tierschützer eine Rettungsaktion und Max wurde ohne Umwege in die Tierklinik gebracht. Das erste Röntgen zeigte gleich das Problem. Der flüchtende Hund hatte wohl einen starken Schlag gegen den Oberschenkel bekommen, der zum Glück nicht brach, aber der Knochen wurde aus seiner Pfanne geschlagen, Max hatte sich also die Hüfte ausgerenkt. Wenn so eine Verletzung frisch ist, stehen die Chancen gut, durch eine sofortige OP, bei der alles wieder an Ort und Stelle gebracht und fixiert wird, eine 100%ige Heilung zu erreichen, und Max wurde selbstverständlich direkt entsprechend versorgt. Leider fand sich in Linares keine Pflegefamilie, die ihn noch aufnehmen konnte – nach Ende der Jagdsaison sind alle Stellen, wie das Tierheim, überbelegt, doch Max konnte sich ausreichend in der Klinik erholen und zog dann in die ArcoNatura. Dort wird er jetzt noch verwöhnt, bevor er dann Anfang Mai nach Deutschland fahren darf, wo er in eine sehr erfahrene und liebevolle Pflegefamilie zieht, die sich um ihn kümmern wird, bis der lustige Tricolor-Charmeur seine eigenen Zweibeiner gefunden hat.Max ist ein inzwischen ein „Everbody’s Darling“ geworden. Er ist ein cleverer und sehr netter Zeitgenosse, der mit Hingabe schmust und jeden Tag mehr versteht, dass er den Menschen vertrauen darf. Seine Verletzung, innen wie außen, heilen zusehends, und wir sind uns sicher, dass dieser geniale Herzensbrecher schon jetzt nur noch nach vorne denkt – und bestimmt schon von einem eigenen Körbchen und einem quietschebunten Ball träumt.