„Ach, was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen.Wie zum Beispiel hier von diesen, welche Max und Moritz hießen.“ Halt – Stopp! Der alte Wilhelm Busch möge es mir verzeihen, aber da stimmt etwas ganz massiv nicht, denn unsere beiden Buben sind alles andere als böse Kinder. Max und Moritz sind zwar auch zu Streichen aufgelegt und sie entlocken uns auch jederzeit ein breites Grinsen, aber liebevollere und zärtlichere Hundekinder als diese zwei Brüder sind kaum vorstellbar.Die niedlichen Fellknäuel mit den rosa Bäuchlein und den großen (noch etwas traurig in die Welt blickenden) Knopfaugen wurden Ende Juli in einem Garten entdeckt. Kaum sechs Wochen alt, waren sie dort wohl zurückgelassen worden, zum Sterben. Wie so viele ungewollte Welpen in Südeuropa, wurden die beiden Jungs auf diese Weise entsorgt – vermutlich hatten ihre Vorbesitzer nicht mal ein schlechtes Gewissen, man hatte die Babys ja nicht umgebracht. Leider wäre das in vielen Fällen sogar noch die humanere Lösung, denn der Tod ist langsam und grausam, wenn er auf sich allein gestellte Hundekinder holt. Es muss noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden, bis die Tierheime der Welt endlich leere Zwinger haben, und der Weg dorthin führt über mehr Verständnis, bessere Müllpolitik und Kastrationsprogramme.
Als Max und Moritz in die Tierklinik kamen, waren beide von Parasiten so übersät, dass sie unter einer Anämie litten, Moritz hatte offene Pfoten und tiefe Striemen an den Beinen, die Augen der beiden Bärchen waren verklebt, und es schien alles andere als sicher, dass die zwei zitternden Babys überleben würden. Doch wie immer kämpften unsere wunderbaren Tierärzte für die zwei tapferen Patienten, und dank liebevoller Pflege erholten sich die beiden Racker viel schneller als erwartet. Da das Tierheim gerade im Hochsommer ein gefährlicher Ort für Babys ist, die sogar noch zu jung sind, um sie zu impfen, kamen Max und Moritz in eine private Tierpension, wo sie nun blühen, wachsen und gedeihen (okay, blühen tun sie weniger, aber in den Fächern Wachsen und Gedeihen haben sie Bestnoten).
Inzwischen gehören Spielen und Toben zu den Lieblingsbeschäftigungen der Lausbuben, selbstverständlich neben Schlafen und Fressen.Max und Moritz hatten einen sehr holprigen Start in ihr noch so junges Dasein, jetzt soll es um ein Vielfaches schöner werden! Wir suchen humorvolle und liebevolle Familien für unsere süßen Schlappohren, die sie begleiten, knuddeln, erziehen, mit ihnen Sport treiben, ihnen beistehen und die sie nie wieder alleine lassen.