Auch Moncho hat sich schon auf das anstehende Kostümfest in Linares, von dem bisher anscheinend nur sehr gut eingeweihte Streuner wissen, vorbereitet. Er hat die Panzerknacker- / Waschbär-Verkleidung gewählt, und ich muss sagen, sie steht ihm fantastisch. Der einjährige Bandit mit der herrlichen Gesichtsmaske wurde von einer schwangeren jungen Frau in einem Industriegebiet gefunden, wo Moncho zwischen Autos und Maschinen mit seinem Leben spielte. Die tierliebe Passantin konnte den kleinen Rüden nicht einfach zurücklassen, und so brachte sie ihn in die Obhut der ArcoNatura. Dort angekommen musste der freundliche und ruhige Neuankömmling erst einmal von all den unliebsamen Bewohnern seines Fells und seiner Ohren befreit werden, die ihn sicher extrem gequält haben. Kaum war diese weniger schöne Prozedur erledigt, zeigt Moncho auch schon sein dankbarstes und fröhlichstes Lächeln und schlief sich wahrscheinlich seit langer Zeit das erste Mal richtig aus.
Moncho wohnt nun seit ein paar Wochen in der Einrichtung unserer andalusischen Freunde, und er ist weiterhin schlichtweg ein Beispiel an Ruhe, Gelassenheit und Freundlichkeit. Obwohl er mitten in der Pubertät steckt, zeigt er sich schon sehr ausgeglichen, er rüpelt und drängelt nicht und verträgt sich mit Zwei- und Vierbeinern gleichermaßen prima.
Alles, was Moncho jetzt noch braucht, um ein rundum glücklicher Hund zu sein, ist eine nette Familie, die sich des kleinen Mischlings annimmt und ihm all die Dinge zeigt und erklärt, die er als zukünftiger Vorzeigehund noch (kennen)lernen muss. Moncho ist ein aufmerksamer und pfiffiger Geselle, der sicher schnell begreift, worauf es beim gemeinsamen Leben in einem Haus ankommt und wie man der beste Freund des eigenen Zweibeiners wird und diesen hundegerecht erzieht …