Josef und Margret Lürkens schrieben am 12. Dezember 2015

Warum wieder ein neues Familienmitglied Namens „Hund“?

Seit über 30 Jahre hatten wir Hunde in unserem Haus. Immer wieder waren es Yorkshire-Terrier und immer ein Pärchen. Wir hatten sehr viel Freude daran und hatten alles für sie getan. Unsere Urlaube  hatten wir nur dort verbracht wo es für sie und uns am angenehmsten war und Hunde  willkommen waren. Als unser letzter Yorkie im März 2015 im stolzen Alter von fast 17 Jahren eingeschläfert werden musste waren wir lange Zeit sehr, sehr traurig. Weil es so schmerzhaft ist, ein liebes Tier an dem man sich so sehr gewöhnt hat einschläfern zu lassen, habe ich zu meiner Frau gesagt: Das war das letzte Mal, es tut einfach zu weh.

Fünf lange Monate haben wir es ohne Haustier ausgehalten. Das erste Mal  haben wir nach langer Zeit ohne Hundchen Urlaub verbracht. Es ging an die Deutsche Küste. Wir gingen im Wald spazieren und vermachten uns am Strand. Alles ohne Hund. Das fanden wir einfach nur blöd und langweilig. Dann gingen wir fast jeden Tag an den Hundestrand und haben uns angeschaut wie die Tierchen sich vergnügten und herumtollten. Später zu  Hause wieder angekommen, habe ich heimlich am PC nach Hunde aus einem Tierheim Ausschau gehalten, einfach nur so. Durch Zufall geriet ich auf die Seite des Tierschutzvereins ARCA. Dort fand ich ein kurzes Video von einer Yorkie Hündin Namens PEPSI aus Linares/Spanien. Dieser Yorkie erinnerte mich so sehr an unsere verstorbene MONA, dass ich sofort leuchtende Augen  bekam. Ich wusste, wenn ich das meiner Frau zeigen würde ist eh alles gelaufen. So war es dann auch und alles ging nun nicht schnell genug. So haben wir uns dann als Adoptanten bei der Vermittlerin Frau Marion Wissel beworben. Wir hatten einen sympathisch, regen Schriftverkehr und alles verlief super. Die Vorkontrolle hatte überhaupt keine Bedenken und PEPSI wurde uns von Frau Wissel genehmigt. Vielen Dank an Sie Frau Wissel. Jeden Tag haben wir uns das Video von „unserer PEPSI“ angeschaut. Sie gehörte praktisch schon zu uns. Nur sie kannte uns ja noch nicht.

Am 22. August war es dann soweit. Wir waren extra zwei Tage vorher nach Rastatt angereist um auf Nummer Sicher zu gehen, dass nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommt. Der Transport aus Spanien sollte gegen 8:30 Uhr ankommen. Natürlich waren wir schon eine Stunde vorher am Übergabeort Tierheim Rastatt. Während der Wartezeit konnten wir uns intensiv mit einigen Mitgliedern des ARCA-Teams unterhalten. Alle waren sehr nett, aufgeschlossen und locker. Pünktlich auf die Minute um 8:30 Uhr war es dann soweit. Der Transport aus Linares  kam an. Als Nummer sechs durften wir die sehr gepflegt aussehende PEPSI nach ihrer langen Reise endlich in die Arme nehmen. Wir hatten wieder einen YORKIE und waren unendlich glücklich. Die vierstündige Fahrt nach Hause war überhaupt kein Problem für unseren neuen Herzensbrecher. Sie sprang alleine ins Auto und blieb ruhig hinten sitzen und schaute, als ob sie sagen wollte: Jetzt komm, gib Gas und ab nach Hause. Die ersten Tage zu Hause war sie sehr neugierig und hat sich alles angeschaut. Draußen den großen Garten fand sie toll. Sie hat auch schon mal im Haus gepieselt, aber damit haben wir gerechnet. Es hat ca. eine Woche gedauert bis sie sich auskannte und wusste wo die Türen sind. Die erste Nacht war auch kein Problem. Sie legte sich einfach zu uns ins Bett und fühlte sich dort wohl. So ist es auch noch heute und so wird es auch bleiben. Tagsüber spielt sie gerne im Garten mit ihrem Ball und geht sehr gerne mit Mama und Papa spazieren. Wenn ihr spanischer Freund KARO aus der Nachbarschaft kommt geht regelrecht die Post ab. Dann wird getobt bis zur Erschöpfung. Natürlich muss sie noch viel lernen, aber das kommt schon mit der Zeit, darüber sind wir uns sehr sicher. Beim Spaziergang  z.B. wird sie zum wilden Tier, wenn ein LKW vorbeifährt. Dann wird gebellt und sie rastet völlig aus. Daher bleibt sie auch noch immer angeleint. Nur im Wald oder Feld lassen wir sie frei laufen, wenn keine Gefahr besteht. Ihr entgeht absolut gar nichts, so aufmerksam ist sie.

Nun haben wir sie schon fast vier Monate und alles läuft prima. Wir haben sie von Anfang an ins Herz geschlossen und möchten sie nicht mehr missen. Auch Tochter, Schwiegersohn und Enkel, die Gegenüber wohnen, kommen sehr gut mit ihr aus. Sie freuen sich immer, wenn PEPSI sie besuchen kommt. Unsere nächsten Urlaube werden wir nun wieder im Südschwarzwald in der Nähe von Schönau verbringen. Dort kann unser Wildfang PEPSI nach Herzenslust unangeleint durch Wald und Wiesen laufen.

Liebes ARCA-Team,

wir bedanken uns ganz herzlich bei euch für das was wir bekommen haben. Eine wundervolle und sehr temperamentvolle Hündin. Wir können euch nur herzlich weiter empfehlen. Ihr seid ein Super Team das die aufopferungsvolle  Arbeit sehr gerne zum Wohle der armen Kreaturen macht. Es ist bewundernswert mit wieviel Herzblut und Freude ihr eure freiwillige Arbeit macht. Aus diesem Grund haben wir uns auch für eine Patenschaft für ARCA Allgemein entschieden, denn eure Arbeit muss man einfach unterstützen. Wir können euch  nur weiter empfehlen. Erwähnenswert ist auch eure Facebook-Gruppe wo man sich mit andern Adoptanten  austauschen kann. Einfach alles super.

Liebe Grüße und Danke sehr für Alles und weiterhin viel Erfolg.

Josef und Margret Lürkens und natürlich PEPSI

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